T-Online: Pitchteilnehmer stehen fest

Mittwoch, 21. März 2001
Burkhard Graßmann will Submarken zulassen
Burkhard Graßmann will Submarken zulassen

Die Entscheidung, welche Agenturen sich am Pitch um den Etat der Deutschen Telekom, insbesondere des Online-Dienstes T-Online, beteiligen, ist gefallen. Die Pitch-Kandidaten sind größtenteils Agenturen mit Telekommunikationserfahrung: Springer & Jacoby (T-D1), Saatchi & Saatchi (Ex-Genion-Agentur), Citigate SEA (T-Mobil). Auch Jung v. Matt, Ogilvy & Mather und die beiden Ex-Scholz & Friends-Geschäftsführer Andreas Horchler und Hans Albers sollen für die Wettbewerbspräsentation in Frage kommen.Die Agenturentscheidung soll bereits in drei Wochen fallen, so T-Online-Marketingvorstand Burkhard Graßmann.

Der T-Online-Marketingvorstand drückt aus gutem Grund aufs Tempo: Schließlich hat T-Online-Chef Holtrop jüngst die neue Unternehmensstrategie vorgestellt. Und angesichts der angekündigten Neupositionierung als Internet-Medienhaus will Graßmann auch in der Markenbildung neue Akzente setzen:"In Anbetracht der stärkeren Fokussierung auf Inhalte müssen wir die Marke T-Online auch mit Content besetzen."

Zwar würden die vorwiegend preisgesteuerten Kundenakquisitionskampagnen weiterhin fortgesetzt. "Andererseits werden wir aber auch wesentlich stärker nutzenorientierte Kampagnen fahren, in deren Mittelpunkt dann die neuen Content-Produkte stehen werden", so Graßmann. Neben der Dachmarke T-Online will das Unternehmen offenbar auch Submarken wie etwa T-Info zulassen, die in das Portalnetzwerk eingegliedert werden sollen.

Europäische Brands wie etwa die spanische Ya.com oder der französische Ableger Club Internet sollen vorerst nicht angetastet werden. Bei T-.Online wird den Angaben zufolge zwar im Hintergrund auch eine globale Markenstrategie diskutiert. Eine Umsetzung ist aber unwahrscheinlich, da sich die Tochterunternehmen in den jeweiligen ändern bereits als Marke etabliert haben und bei einer Umbenennung nur verlieren würden.

Die Vermarktung seiner Inhalte will T-Online in Zukunft verstärkt inhouse abwickeln. Eine Trennung von dem bisherigen Partner, der Axel-Springer-Tochter Interactive Media, steht aber offenbar nicht zur Debatte. Vielmehr wolle man die Zusammenarbeit sogar intensivieren, so Graßmann.
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