T-Com gewinnt ARD und ZDF für IPTV-Angebot

Mittwoch, 16. August 2006
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T-Com kann seinen Kunden über sein VDSL-Hochgeschwindigkeitsnetz künftig auch alle Programme von ARD und ZDF anbieten. Weitere Abschlüsse vermeldet T-Com mit CNN und Boomerang. Der Vertrag umfasst die gesamten Digitalbouquets der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten. ARD und ZDF zeigten sich über die Kooperation hochzufrieden. "Wir haben jetzt den Grundstein gelegt, um unseren Zuschauern künftig auch über diesen neuen Verbreitungsweg einen einfachen und direkten Zugang zu unseren Programmangeboten zu ermöglichen", kommentiert der ARD-Vorsitzende Thomas Gruber den Abschluss. Auch ZDF-Intendant Markus Schächter begrüßt die Vereinbarung: "Die Präsenz der ZDF-Programme auf der neuen Plattform ist ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg in die digitale Zukunft. Damit können die Zuschauer jetzt auch über den neuen Verbreitungsweg VDSL alle ZDF-Inhalte unverschlüsselt und ohne Zusatzentgelt empfangen."

Die Äußerungen sind auch vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussion über die geplante Grundverschlüsselung privater TV-Sender über Satellit zu sehen, die von ARD und ZDF scharf kritisiert wird. Die öffentlich-rechtlichen Sender befürchten, ebenfalls zur Verschlüsselung gezwungen zu werden oder in Zukunft bei der Rechtevergabe für Spielfilme oder Sportveranstaltungen leer auszugehen, falls sie sich der Verschlüsselung ihrer Programme verweigern.

Das VDSL-Netz der Telekom ist bislang fast ausschließlich in urbanen Ballungszentren ausgebaut. Aktuell haben 3,3 Millionen Haushalte potenziell Zugang zu VDSL, bis zum Jahresende soll die Zahl der erreichbaren Haushalte auf 6 Millionen steigen. dhe

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