Susanne Pfab wird Generalsekretärin der ARD - in zwei Jahren

Mittwoch, 12. September 2012
Susanne Pfab wird neue Generalsekretärin der ARD
Susanne Pfab wird neue Generalsekretärin der ARD

Die ARD hält am Amt eines Generalsekretärs fest. Zur Kandidatin für den vakanten Posten haben die Intendantinnen und Intendanten der ARD die Juristin Susanne Pfab gekürt, die derzeit die Geschäftsstelle der Gremienvorsitzendenkonferenz der ARD leitet. Diese kann das Amt aus familiären Gründen allerdings erst in zwei Jahren antreten. Bis dahin bleibt der Posten unbesetzt. Besonders eilig scheinen es die Intendanten also offenbar nicht zu haben, das Generalsekretariat des Senderverbundes neu zu besetzen. Der Posten ist bereits seit dem von unschönen Schlagzeilen begleiteten Abgang der ersten Generalsekretärin Verena Wiedemann, deren Vertrag im Juni 2011 endete, unbesetzt. Bis zum Antritt Pfabs soll Michael Kühn, derzeit Hauptreferent im Justiziariat des Norddeutschen Rundfunks, im Stande eines "Bevollmächtigten des ARD-Vorsitzes" mit dem Generalsekretariat und dem künftigen ARD-Vorsitzenden zusammenarbeiten. Mit dieser vorübergehenden Lösung habe man eine "gute Perpektive für die Position der ARD-Generalsekretärin geschaffen", teilen die Intendanten mit.

Der Generalsekretärin der ARD soll den öffentlich-rechtlichen Senderverbund vor allem auf der politischen Ebene vertreten und den jeweiligen Vorsitzenden unterstützen. Die 2006 zur ersten ARD-Generalsekretärin berufene Juristin Verena Wiedemann war allerdings kaum in Erscheinung getreten. Im März sorgte Wiedemann für Schlagzeilen, als sie die ARD wegen Mobbings auf Schadensersatz und Schmerzensgeld verklagte. Laut Wiedemann seien ihr nach und nach Kompetenzen entzogen worden.

Die künftige Generalsekretärin Pfab wird offenbar auch mehr eine koordinierende und unterstützende Funktion einnehmen, nach außen hin werden wohl auch künftig die Intendanten den Ton angeben. Die Rede ist von einer "wichtigen Unterstützung für den ARD-Vorsitz". Die Gremienvositzendenkonferenz verspricht sich außerdem "eine Stärkung der Zusammenarbeit zwischen Gremien und Intendantinnen und Intendanten". dh
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