Süskind verlässt Berliner Zeitung

Dienstag, 21. August 2001

Martin E. Süskind wird die Chefredaktion der vom Gruner + Jahr Verlag herausgegebenen "Berliner Zeitung" Ende des Jahres abgeben. Voraussichtlich wird der 57-Jährige die Zeitung verlassen, sobald ein neuer Chefredakteur gefunden ist. Über den Wechsel an der Spitze der "Berliner Zeitung" war seit Monaten spekuliert worden.

Hintergrund ist der scharfe Konkurrenzkampf zwischen der "Berliner Zeitung" und dem ebenfalls in der Hauptstadt erscheinenden "Tagesspiegel". Süskind übernahm die Chefredaktion der "Berliner Zeitung" im Mai 1999. Zuvor war er unter anderem Büroleiter der "Süddeutschen Zeitung" in Bonn und Chefredakteur des "Kölner Stadtanzeigers".

Obwohl es sich offenbar um eine Kündigung von Seiten des Verlages handelt, äußerte sich G+J-Vorstand Achim Twardy anerkennend über den scheidenden Chefredakteur: "Martin E. Süskind hat es verstanden, die Berliner Zeitung im schwierigen Berliner Zeitungsmarkt mit großer Anerkennung zu steuern. Die Berliner Zeitung entwickelte sich unter seiner Führung zur dritthäufigst zitierten Zeitung der Bundesrepublik".
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