"Süddeutsche" will Gebühren für Print-Artikel im Netz verlangen

Donnerstag, 31. Januar 2002

Die deutschen Medienhäuser gehen in Sachen Paid-Content in die Offensive. Nachdem bereits einige große Anbieter wie T-Online sowie unter anderem die Web-Ableger von "Focus", "Manager-Magazin" und "Spiegel" kostenpflichtige Angebote im Internet entweder bereits eingeführt haben oder in Kürze einführen werden, will nun auch die "Süddeutsche" nachziehen.

"Spätestens Ende des Jahres werden wir die Artikel der Printausgabe im Netz nur noch gegen Gebühr anbieten", kündigt André Sonst, Geschäftsführer bei Süddeutsche.de an. Die Artikel der Printausgabe konnten bislang im Internet kostenlos abgerufen werden. Nun ist offenbar ein ähnliches Projekt wie das E-Paper der Koblenzer "Rheinzeitung" geplant, die im vergangenen Jahr ihre Printausgabe eins zu eins ins Netz stellte und die Nutzung für Nichtabonnenten kostenpflichtig machte.

Weitere Hintergründe zur Content-Offensive der deutschen Medienhäuser und zur kontertierten Aktion des VDZ gibt es in der aktuellen Ausgabe von HORIZONT (5/2002).
Meist gelesen
stats