Süddeutsche poliert Online-Portal weiter auf

Montag, 26. September 2011
Stefan Plöchinger
Stefan Plöchinger

"Was wir aus Ihren Wünschen und Anregungen gelernt haben." Mit diesen Worten stellt Stefan Plöchinger, Chefredakteur von Sueddeutsche.de, weitere Maßnahmen aus dem Umbau des Website vor. Der etappenweise Relaunch dient einem ehrgeizigen Ziel: Die Münchner wollen in die Top 3 der deutschen Nachrichtenportale aufsteigen. Derzeit lautet die Zauberformel: multimedialer und sozialer. Künftig werden Videos oder Bilderstrecken direkt auf der Startseite angezeigt. In der neu gestalteten rechten Spalte der Website wird der Leser über die aktuelle Print-Ausgabe der "Süddeutschen" informiert und gelangt außerdem zum E-Paper der gedruckten Version. Zudem sollen die Online-Artikel verstärkt auf die Inhalte des Mutterblattes hinweisen.

Ebenfalls in der rechten Spalte werden künftig die auf Facebook oder Twitter am meisten empfohlenen Artikel angezeigt. Ein zweiter Kasten zeigt, welche Artikel die Leser auf Sueddeutsche.de am meisten kommentiert haben. Last but not least werden den Meinungsbeiträgen und dem Sport auf dem Nachrichtenportal mehr Platz eingeräumt. "Wir reagieren auch hier auf Ihre Vorlieben, denn Sport und Kommentare sind bei Ihnen besonders beliebt", schreibt Plöchinger.

Seit dem 1. März zeichnet der ehemalige Spiegel-Online-Mann für die Chefredaktion von Sueddeutsche.de verantwortlich. Der umfangreiche Relaunch der Website war eine von Plöchingers ersten Amtshandlungen. Ziel: "Innerhalb eines überschaubaren Zeitraums" solle Sueddeutsche.de in die Top 3 - gemessen an den von IVW Online ausgewisenen Visits - der deutschen Nachrichtenwebsites aufsteigen. Im August kam das Portal auf rund 32 Millionen Visits, demgegenüber stehen die rund 34 Millionen von Welt Online und N-TV. Focus online kommt gar auf 35 Millionen Visits. Die Süddeutsche muss also noch ein wenig Aufholarbeit leisten. ire
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