Süddeutsche in der Krise

Mittwoch, 10. Juli 2002

Der Süddeutsche Verlag reagiert mit massiven Sparmaßnahmen auf die anhaltende Krise im Anzeigengeschäft. Mehr als 10 Prozent der rund 5000 Mitarbeiter müssen gehen. Betriebsbedingte Kündigungen seien nicht mehr zu vermeiden, teilt der Verlag mit. Außerdem wird das Jugendmagazin "Jetzt" eingestellt. Am 22. Juli erscheint die preisgekrönte Beilage zum letzten Mal.

Das "SZ-Magazin", das ebenfalls auf der Kippe stand, wird vorerst weitergeführt. Auch an dem seit Januar in Nordrhein-Westfalen erscheinenden Regionalteil halten die Münchner fest. "Die derzeitige Lage und mittelfristigen Perspektiven im Anzeigengeschäft erfordern die Umsetzung weiterer kostensenkender Maßnahmen", sagt Dirk Refäuter, Sprecher der Geschäftsführung.

Künftig habe die Konzentration aufs Kerngeschäft Priorität Die Fachinformationssparte SVHFI oder Teile davon sollen zum Verkauf stehen. Der zuständige Geschäftsführer Bernhard von Minckwitz hat das Unternehmen verlassen.
Meist gelesen
stats