Stuttgart vergibt Werberechte an Ströer und ILG Außenwerbung

Dienstag, 21. Juli 2009
Mega-Light von Ströer Out-of-Home Media
Mega-Light von Ströer Out-of-Home Media

Die Stadt Stuttgart hat ihre Werberechte neu vergeben. Der Technikausschuss des Gemeinderats der Stadt hat zwei von vier Losen der Deutsche Städte Medien (DSM), einer Tochter des Außenwerbers Ströer Out-of-Home Media, übertragen. Die anderen zwei Lose erhielt die Firma ILG Außenwerbung. Neben kleineren Anbietern ist JC Decaux, dessen 1993 geschlossener Vertrag mit der Stadt zum Jahresende ausläuft, der Verlierer des Bieterverfahrens. Decaux hatte bislang Plakatvitrinen, Plakatsäulen und Litfaßsäulen vermarktet.   DSM übernimmt damit die Werberechte für maximal 200 freistehende Citylightposter-Vitrinen, maximal 100 Citylight-Säulen sowie maximal 50 Megalights. Die Verträge laufen ab Januar 2010 für zwölf Jahre. „Damit stärken wir unsere Position im Südwesten Deutschlands deutlich und können unser Angebot in dieser für die Werbewirtschaft wichtigen Region stark ausbauen", heißt es bei Ströer. „In Stuttgart vermarkten wir bereits den Hauptbahnhof, das U-Bahn- und S-Bahn-System der Stadt, sowie die Busse und Bahnen der Stuttgarter Stadtbahn AG."

Die Vermarktung der 620 Litfaßsäulen war bis zuletzt heiß umkämpft, am Ende überzeugte die Stadt der Preis: Der ortsansässige Anbieter ILG Außenwerbung hatte eine Umsatzbeteiligung von 60 Prozent geboten, DSM 55 Prozent. ILG Außenwerbung erhielt den Zuschlag ebenso wie das Recht, ab Januar 2011 maximal 50 unbeleuchtete Großflächen - allerdings nicht mit Tabakwerbung - an den bisherigen Standorten zu vermarkten.

Von der Neuvergabe dürfte die Stadt Einnahmen von geschätzten mehr als 6 Millionen Euro jährlich erzielen. Allein durch die Vergabe der Lose an DSM will die Stadt rund 4,2 Millionen Euro pro Jahr einnehmen. Bislang floss mit rund 1,4 Millionen Euro nur ein Bruchteil davon jährlich in die Kassen der Stadt. se
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