Stuttgart 21: Konfliktpotenzial auch im Netz

Dienstag, 05. Oktober 2010
Der neue Durchgangsbahnhof in Stuttgart (Quelle: Das-neue-Herz-Europas.de)
Der neue Durchgangsbahnhof in Stuttgart (Quelle: Das-neue-Herz-Europas.de)

Das umstrittene Bahnprojekt Stuttgart 21 treibt die Gegner nicht nur auf die Straßen der baden-württembergischen Hauptstadt. Auch im Internet mobilisieren sich die Massen. Die Stuttgarter PR-Agentur Lässing Müller hat 21.100 Beiträge in Social Networks quantitativ und qualitativ ausgewertet. Untersuchungszeitraum war Ende Juni bis Ende September. Die Studie zeigt: Seit Anfang September hat sich die Zahl der Beiträge in Twitter, Facebook, Blogs und Foren zu diesem Thema nahezu verdreifacht. Die meisten Einträge (1.100 Stück) gab es am 10. September, als die Freitagsdemonstration mit knapp 70.000 Stuttgart-21-Gegner stattfand. Zum Vergleich: Am Tag des offiziellen Baubeginns am 30. Juli gab es gerade einmal rund 100 Einträge.

Am häufigsten greifen Befürworter und Gegner auf Twitter zurück. 45 Prozent aller gezählten Beiträge wurden über den Microblogging-Dienst verbreitet. In Foren sind ein Viertel der Beiträge veröffentlich worden, auf Blogs entfallen rund 18 Prozent. Bemerkenswert: die Gewichtung der Foren hat sich seit Anfang September nahezu verdoppelt.

Lässig Müller hat für die Untersuchung Beiträge mit den Suchbegriffen "Das neue Herz Europas", K21, für Stuttgart 21, kein Stuttgart 21, "oben bleiben", pro Stuttgart 21, Stuttgart 21 und S21 quantitativ nach Medientypen und qualitativ nach Inhalt und Tonalität ausgewertet. Facebook konnte wegen der technischen Beschränkungen des Netzwerkes nur sehr eingeschränkt analyisiert werden. jm
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