"Stupid German Tricks": Die NYT zieht über "Wetten, dass...? her

Freitag, 01. Februar 2013
Denzel Washington (r.) war Gast in der vorigen "Wetten, dass...?"-Sendung (Foto: ZDF)
Denzel Washington (r.) war Gast in der vorigen "Wetten, dass...?"-Sendung (Foto: ZDF)

Die ZDF-Show "Wetten, dass...?" findet in den USA offenbar einfach keine Freunde. Nachdem bereits die US-Schauspieler Tom Hanks und Denzel Washington ordentlich vom Leder gezogen haben, mischt sich nun auch die renommierte "New York Times" ein. In ihrem Artikel bezeichnet die Zeitung die von Markus Lanz moderierte Sendung als "ergraute Show" mit "schrulligen Tricks". "Blöde deutsche Tricks, die sich im Fernsehen abgenutzt haben", lautet der Titel des Artikels. In dem wenig schmeichelhaften Text erklärt das Blatt seinen Lesern in voller Breite die Sendung und ihre Historie. Dabei geht der Autor, "New York Times"-Korrespondent Nicholas Kulish, auch auf den Unfall von Kandidat Samuel Koch ein. Auch die Vorwürfe gegen die Gottschalk-Brüder, die mit Schleichwerbung Kasse gemacht haben sollen, lässt der Autor nicht aus. Dann spannt Kulish den ganz großen Bogen und thematisiert die deutsche Fernsehlandschaft.

Vor der "New York Times" hatte sich zunächst Darsteller Hanks kritisch über die Show geäußert. "Wenn in Amerika eine Show drei Stunden läuft, werden die Verantwortlichen gefeuert! Er würde keinen Job mehr finden", sagte Oscar-Preisträger Tom Hanks damals scherzhaft gegenüber der "Bild"-Zeitung. "Ich weiß gar nicht genau, was wir da gemacht haben!", räumte Hanks ein. "Der Übersetzer im Ohr sagte ständig: Jetzt kommt ein Witz, der ist echt witzig. Der macht jetzt einen Witz. Und bla bla bla."

Ende Januar zitierte die "Stuttgarter Zeitung" Hanks Schauspielkollegen Washington, der ebenfalls Gast der Show gewesen war, mit den Worten: "Das ist tatsächlich ein Showformat aus einer anderen Zeit." jm
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