Stühlerücken bei DDB Tribal: Toby Pschorr kommt, Ali Ali wieder weg

Freitag, 20. April 2012
Toby Pschorr kommt ...
Toby Pschorr kommt ...

Die Agentur DDB Tribal in Berlin bleibt in Bewegung. Das gilt nicht zuletzt für die Managementebene. Wie Gruppen-CEO Alina Kessel bestätigt, hat die Omnicom-Tochter nach längerer Suche einen Beratungschef für das Hauptstadtbüro gefunden. An der Spitze der Niederlassung steht ab Mai Toby Pschorr. Er kommt von DDB in London, wo er seit 2010 tätig war. Dort hat er unter anderem den weltweiten Etat von Philips geführt, Diesen Etat hat DDB allerdings Ende vorigen Jahres an Ogilvy verloren. Frühere Stationen von Pschorr, der aus Deutschland kommt, aber seit vielen Jahren in England arbeitet, waren Agenturen wie BBH, WCRS, Santo und Fallon. Seine berufliche Laufbahn hat er bei BMW in München begonnen.

Pschorr ist im deutschen Markt kein Unbekannter. Als Scholz & Friends 2009 den Vodafone-Etat (heute zum Großteil bei Jung von Matt) gewonnen und extra eine Niederlassung in Düsseldorf eröffnet hatte, galt Pschorr als heißer Kandidat für die Führung von Büro und Etat. Letztlich entschied er sich aber für DDB in London.

... Ali Ali (l.) geht
... Ali Ali (l.) geht
Zu seinen ersten Aufgaben bei DDB Tribal in Berlin dürfte gehören, sich einen Kreativpartner zu suchen. Denn der erst vor kurzem gestartete Ägypter Ali Ali ist schon wieder weg. Offenbar hat die Zusammenarbeit mit ihm nicht funktioniert. "Wir haben sehr schnell die Reißleine gezogen, als wir gesehen haben, dass es nicht klappt", sagt CEO Kessel. Ihr zufolge waren Führung und Management einer großen Agentur nicht die richtige Aufgabe für Ali. Er wolle in Zukunft vor allem als Regisseur arbeiten, teilt Kessel mit. Die Agenturchefin gibt sich zuversichtlich, schon bald einen neuen Kreativchef präsentieren zu können. Erste Gespräche seien bereits angelaufen. Auch für das Hamburger Büro von DDB Tribal wird nach wie vor ein neuer Kreativchef gesucht. mam    
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