Stühlerücken bei Chip: Burda bündelt Online und Print / Mathias Plica geht

Freitag, 03. Februar 2012
CEO Thomas Pyczak
CEO Thomas Pyczak

Stühlerücken bei Chip: Das Onlineportal und die Zeitschrift aus dem Hause Burda sollen künftig wieder enger zusammenrücken. Dafür sorgt als neuer CEO Thomas Pyczak, Roman Miserre kümmert sich als CFO um die Finanzen. Der bisherige Geschäftsführer und Gründer von Chip Xonio Online, Mathias Plica, verlässt das Unternehmen im Februar. Er bezeichnete die Trennung von Online und Print erst im Oktober 2011 als Erfolgsgarant. Nun sollen die beiden Unternehmen Chip Communications und Chip Xonio Online "gemeinsam neue Marktpotenziale erschließen", sagt Fritz Oidtmann, Chef der Burda Consumer Tech Group, zu der auch Chip gehört. Verantwortlich dafür sind künftig Thomas Pyczak und Roman Miserre. Pyczak ist seit 1999 Chefredakteur des Chip-Magazins und seit vier Jahren Geschäftsführer von Chip Communications. Miserre kam 2003 als Justitiar ins Unternehmen und führte seit 2011 zusammen mit Mathias Plica Chip Xonio Online.


Wie Pyczak betont, gehe es nun um die Entwicklung neuer, innovativer Produkte und um eine Verzahnung der bisherigen Angebote: "Im Moment steht vieles, was wir tun, noch unvermittelt nebeneinander. Der Kunde empfindet es heute nicht als Vorteil." Den Strategiewechsel begründet er mit neuen Herausforderungen: Die Unabhängigkeit der Unternehmen war die Basis für den Erfolg - vor allem von Online. Aber die digitale Welt ist schon längst weiter." Mobile sei derzeit das große Thema, "und Mobile ist Mobile, nicht Online, nicht Print".

Die Sparten Online und Print sollen dennoch als eigenständige Unternehmen erhalten bleiben. An der Spitze stehen hier künftig die neu ernannten COOs Markus Letzner (Online) und Florian Schuster (Print). Sie werden unterstützt von Christian Riedel und Jochen Lutz.

Elf Jahre lang waren beide Unternehmen getrennt und verfolgten verschiedene Ansätze. Die Redaktion des Heftes richtet sich an ein hoch interessiertes Fachpublikum, bearbeitet komplexe Fragestellungen und setzt klar auf eine Premium- und Qualitätsstrategie - trotz stetig sinkender Auflage. Denn die Leser wandern ins Netz: Chip Online ist eines der erfolgreichsten Portale im deutschen Markt mit einem breiten Themenschwerpunkt auf den Massenmarkt. So ist das rein werbefinanzierte Portal interessant für viele Hersteller und somit für deutlich mehr Anzeigenkunden geworden, als sie im Heft unterwegs waren. Dennoch setzt Burda-Mann Oidtmann auf beide Sparten: "Beide Unternehmen sind stark genug, um den nächsten Schritt zu gehen." kl
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