Stühlerücken: G+J organisiert Vertrieb seiner Titel neu / Separate Grosso-Betreuung

Mittwoch, 30. Juni 2010
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Umbau im Sommer: Gruner + Jahrs Vertriebstochter Deutscher Pressevertrieb (DPV) baut ihre Sparte „DPV Gruner + Jahr" um. In dieser Unit - einer von fünf - sind die Dienstleistungen für die G+J-eigenen Titel sowie für die der Verlagstochter Motor Presse Stuttgart organisiert, im Gegensatz etwa zum Mandantengeschäft. Ab Juli gliedert sich die Sparte DPV Gruner + Jahr in drei Vertriebsmarketing-Einheiten. Zusätzlich wird der Bereich „Leitung Handel" geschaffen, in dem titelübergreifend die Themen Grosso und Bahnhofsbuchhandel betreut werden. An der Spitze der Unit steht künftig der Gesamtvertriebsleiter DPV Gruner + Jahr. Diese neu geschaffene Position übernimmt Torsten Koopmann, 46, bisher Segmentvertriebsleiter „Stern"/„Geo"/„Art". Er berichtet an den Sparten- und DPV-Geschäftsführer Olaf Conrad. Leiter des Handelsbereichs wird Klaus-Peter Rebe, 59.

Marco Graffitti, 42, wird Abteilungsleiter für die neue Einheit „Vertriebsmarketing Gruner + Jahr I", in der die Titel der Verlagsgruppe „Stern"/„Geo"/„Art" sowie der Verlagsgruppe Wirtschaftsmedien betreut werden. Graffitti folgt auf Koopmann zudem als Vertriebsleiter für diese Titel. Die neue Einheit „Vertriebsmarketing Gruner + Jahr II" wird von Rainer Stöber, 54, geleitet und umfasst künftig die Titel der Verlagsgruppe Frauen/Familie/People und zusätzlich die bisher von Rebe betreute Verlagsgruppe Exclusive & Living. Das Vertriebsmarketing für die Motor Presse Stuttgart wird in unveränderter Struktur unter der Führung von Andreas Jastrau, 46, zusammengefasst.

Auf Marco Graffitti als bisherigem Vertriebsleiter für die G+J-Wirtschaftsmedien folgt Christopher Höpfner, 37, bisher Leiter Direktmarketing der DPV-Tochter SCW Media Vertrieb und Abo-Werbeleiter der „Eltern"- und „P.M."-Gruppe bei DPV Direct.

DPV begründet den Umbau mit „Konzentrationsprozessen in den Handelsstufen, steigender Wettbewerbsintensität in der Marktbearbeitung und dem Megatrend digitaler Vertrieb". Besonders der neue Bereich eigens für Grosso und Bahnhofsbuchhandel darf als Ansage verstanden werden, hier die Interessen der eigenen Titel stärker durchzusetzen - und als Gruß an die Bauer Media Group, die dies ihrerseits bereits seit längerem versucht, Portfolio-bedingt meist gegen die Interessen von Verlagen wie G+J. rp
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