Studie zur lokalen Suche: Marken sind mobil gefragt

Dienstag, 27. Oktober 2009
Der Auftraggeber der Studie, Telegate, bietet lokale Suchdienste an
Der Auftraggeber der Studie, Telegate, bietet lokale Suchdienste an

Jeder zehnte Internetnutzer sucht unterwegs über mobile Endgeräte nach Kontakten, Branchen und Unternehmen. Das ist ein Ergebnis der Studie "Lokale Suche in Deutschland" der GfK Gesellschaft für Konsumforschung im Auftrag des Multichannel-Anbieters Telegate, Planegg-Martinsried, unter 1,2 Millionen Nutzern der Telegate-Plattformen. Demnach schicken die Deutschen jährlich über Web-Handys mehr als 50 Millionen lokale Suchabfragen an Auskunftsanbieter. Der Studie zufolge ist der durchschnittliche mobile Sucher männlich, gebildet und mittleren Alters. 30 Mal jährlich sucht er nach lokalen Informationen - der Durchschnitts-User kommt auf 22 Mal. Unterwegs stellen Verbraucher vier Mal häufiger Suchanfragen als zu Hause. Während vom stationären Rechner aus vor allem zu Bürozeiten gesucht wird, schlägt die Stunde der mobilen Recherche abends und am Wochenende. Gefragt sind nach Feierabend in erster Linie gastronomische Einrichtungen, Ärzte, Autohäuser und Taxiunternehmen. Zuhause zählen auch Steuerberater, Rechtsanwälte und Elektronistallateure zu den Top-Suchbegriffen. Während daheim die Suche nach Branchen dominiert, recherchieren Nutzer mobil vor allem Markennamen.

Allgemein hat die lokale Suche im Web über mobile oder stationäre Endgeräte das Telefonbuch nahezu eingeholt: Während noch 44 Prozent der Befragten das gedruckte Telefonbuch nutzen, recherchieren bereits 38 Prozent im Web nach Kontaktdaten einer Firma oder einer Privatperson im regionalen Umfeld. 12 Prozent der Suchabfragen gehen über Telefon und SMS und 6 Prozent der Nutzer greifen auf eine CD-Rom zurück. Bei der Suche nach gewerblichen Einträgen hat das Internet die Nase vorn: Hier recherchieren 42 Prozent der Befragten nach Firmen oder Dienstleistungen, nur noch 40 Prozent greifen zum Telefonbuch. np
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