Studie von Yahoo und Nielsen: Unternehmen investieren zu wenig in Online-Werbung

Montag, 29. November 2010
Yahoo liefert mit einer Studie Argumente für mehr Online-Werbung
Yahoo liefert mit einer Studie Argumente für mehr Online-Werbung

Viele Branchen verschenken durch einen ungünstigen Mediamix eine optimale Ausschöpfung ihres Werbebudgets. Vor allem Online-Werbung ist noch unterrepräsentiert. Das soll eine aktuelle Studie von Yahoo und dem Marktforscher Nielsen in den USA belegen. Für die Studie haben Yahoo und Nielsen crossmediale Kampagnen der vier Branchen Automobil, Handel, FMCG und Kreditkarten unter die Lupe genommen. Vor allem die Belegung der Medienkanäle TV, Print und Online stand dabei im Fokus der Untersuchung.

Nach Ansicht der Forscher investieren Unternehmen nach wie vor zu viel in traditionelle Medien und zu wenig in Online-Werbung. Durch eine Umschichtung von Werbegeldern in bislang unterrepräsentierte Medien ließe sich die Reichweite und die Kontaktfrequenz einer Kampagne deutlich erhöhen.

Laut Studie investieren zum Beispiel die Autobauer in den USA 76 Prozent ihres Budgets in TV-Werbung. In Printwerbung fließen 17 der Mediagelder, in Online-Werbung nur 8 Prozent. Dem gegenüber stehe eine Online-Reichweite von 76 Prozent in der anvisierten Zielgruppe. Noch deutlicher fällt die Diskrepanz bei der Handelswerbung aus: Hier fließen 84 der Werbeinvestitionen ins Fernsehen, 13 Prozent in Print und nur 3 Prozent ins Internet. Dabei würden auch Print und Online in der relevanten Zielgruppe auf jeweils über 80 Prozent Reichweite kommen.

"Die US-Studie beweist eindrucksvoll, dass viele Unternehmen in ihren Mediaplänen immer noch falsche Akzente setzen", kommentiert Heiko Genzlinger, Stellvertretender Geschäftsführer und Commercial Director von Yahoo! Deutschland: "Das gilt nicht nur für die USA, sondern genauso für den deutschen Markt. Offensichtlich hält sich die Vorstellung, dass es sich lohnt, möglichst viel in TV-Werbung zu investieren und andere Medien eher flankierend einzusetzen. Dabei liegt die Lösung in einem ausgeklügelten Mix der verschiedenen Medienkanäle - dass Online als bald zweitstärkstes Medium dabei oft noch zu wenig zum Einsatz kommt, lässt sich auch hierzulande beobachten." dh

Weitere Infos zur Studie gibt es im Advertising Blog von Yahoo
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