Studie lässt Traum von der universellen Social-Media-Strategie platzen

Montag, 26. März 2012
Studie "Wave 6" beschäftigt sich mit Markenführung in sozialen Netzwerken
Studie "Wave 6" beschäftigt sich mit Markenführung in sozialen Netzwerken
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Nutzerzahl Deutschland Jessica Seis Frankfurt


Internet-Nutzer surfen immer seltener auf Marken-Websites. Das gilt insbesondere für die heute 16- bis 24-Jährigen. Dagegen steigen die Nutzerzahlen von Social Media-Plattformen. Ein Grund, warum Marken mit ihren Kunden stärker über Social Networks interagieren sollten. Allerdings verlangt jede Marke und jedes Produkt kundenspezifische Angebote. Zu diesem Schluss führt die Studie "Wave 6 - The Business of Social" von Universal McCann (UM). Bei solchen maßgeschneiderten Angeboten gebe es in Deutschland noch Nachholbedarf, meint Jessica Seis, Head of Research von UM in Frankfurt. "Die Social-Media-Angebote sind nicht so differenziert und strategisch, wie es die Ergebnisse unserer Studie verlangen." Darin müssten Zieldefinfitionen, Zielgruppen, Produktkategorien und die länderspezifischen Unterschiede berücksichtigt werden. Zudem brauche eine Social-Media-Strategie ein klares Commitment der Unternehmensführung und eine Einbindung vieler Unternehmensbereiche über das Marketing hinaus.

Getrieben von der Frage, wie Marken heute agieren müssen, hat die Mediaagentur 41.000 aktive Internet-Nutzer in 62 Ländern nach ihrem Nutzungsverhalten der Sozialen Medien befragt. Die Antworten der Umfrageteilnehmer im Alter von 16 bis 54 Jahren ergaben, dass es keinen allgemein verbindlichen Königsweg gibt, Marketingziele wie Markenloyalität zu erreichen. Jede Branche funktioniert in Netzwerken anders, stellte UM bei einem Vergleich von insgesamt 19 Produktkategorien fest. Ein Autofan besucht soziale Service-Plattformen, um spezifische Probleme zu lösen. Er will schnelle, präzise und persönliche Antworten. Im Unterschied dazu können Freizeitanbieter Konsumenten mit materiellen Anreizen wie Kaufangeboten und Gewinnmöglichkeiten ein individuelles Markenerlebnis bieten. Fazit: Marken müssen individuelle soziale Erlebnisse und persönliche Interaktion bieten, um Konsumenten zu binden.

UM beschäftigt sich seit dem Jahr 2006 im Rahmen seiner Studienreihe „Wave" mit dem Thema Social Media. Mehr Informationen über die aktuell sechste Untersuchung sind unter www.universalmccann.de/wave6 zu finden. fo
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