Studie: Web-Pillen sind oft nicht günstiger

Dienstag, 09. September 2003

Entgegen anderslautender Gerüchte sind Medikamente von Internet-Apotheken oft nicht billiger als Produkte vom Pharmazeuten um die Ecke. Dies ist das Ergebnis einer Auswertung der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg, die die Preise für drei Präparate in 30 Online-Apotheken erhoben hat. Den Verbraucherschützern zufolge lagen die Kosten für die drei Präparate selten unter denen normaler Apotheken. Teilweise waren sie sogar erheblich teurer.

Für zehn Kapseln des Potenzmittels Viagra zum Beispiel hätten die Internet-Apotheken zwischen 39 und 324 Euro samt Versandkosten gefordert - normale Apotheken berechnen für das verschreibungspflichtige Mittel 133 Euro. Für zehn Tabletten eines Kopfschmerzmittels wurden online zwischen 1 und 7,10 Euro berechnet, in der Apotheke waren 2,10 Euro fällig.

Keiner der 30 untersuchten Online-Anbieter habe die Kunden über das Widerrufsrecht bei Fernabsatzverträgen informiert, so die Verbraucherschützer. Danach kann ein Kunde innerhalb von 14 Tagen nach Erhalt der Waren vom Kauf zurücktreten. Auch informieren nur knapp 60 Prozent der Online-Apotheken über ihre Geschäftsbedingungen. mas
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