Studie: Verbraucherinformationen im Web sind mit Vorsicht zu genießen

Dienstag, 05. November 2002

Die Qualität von Verbraucherinformationen im Internet lässt zu wünschen übrig. Wie Consumers International, die Dachorganisation von 250 Verbraucherorganisationen in 115 Ländern, in einer aktuellen Studie ermittelt hat, sind vor allem Verbraucherinformationen zu Gesundheit und Finanzdienstleistungen im Netz häufig lückenhaft und unpräzise.

So werden etwa bei 49 Prozent der Gesundheits- und Finanzdienstleistungssites keine Hinweise über den Umgang mit der Information gegeben. Mindestens 50 Prozent der Websites, die in medizinischen oder finanziellen Fragen Rat bieten, geben den Angaben zufolge keine vollständigen Informationen über Autorität und Qualifikation der dahinter stehenden Personen.

Zudem wird im Internet laut Studie häufig der Datenschutz missachtet. 9 Prozent der Websites, auf denen personenbezogene Daten abgefragt wurden, geben keine Hinweise über den Umgang mit den späteren Daten. Auch die Trennung zwischen Werbung und neutraler Information sei für Verbraucher meist nicht erkennbar. So enthalten 60 Prozent der Sites keine Information darüber, ob ihr Inhalt von kommerziellen Interessen beeinflusst ist oder nicht, etwa über Partnergesellschaften oder Sponsoren.

Für die von der Europäischen Kommission unterstützten Studie "Credibility on the web", an der Verbraucherorganisationen aus 13 Ländern beteiligt waren, wurden insgesamt 460 Websites, darunter 33 aus Deutschland, unter die Lupe genommen.
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