Studie: User zahlen für Mobile Content

Donnerstag, 17. Januar 2002
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Bezahldienst Mobiltelefon Olivier Beauvillain Content


Europäische Verbraucher werden im Jahr 2006 rund 3,3 Milliarden Euro für kostenpflichte Inhalte, die sie über das Mobiltelefon abrufen können, ausgeben. Im Vergleich dazu werden sie für Bezahldienste aus dem Internet, die über den PC abgerufen werden, nur rund 1,7 Milliarden Euro aufwenden. Dies ist das Ergebnis einer Studie, für die das Online-Marktforschungsinstituts Jupiter MMXI insgesamt 50.000 Personen befragt hat.

"Die zunehmende Nutzung von SMS-Diensten über das Handy stellt einen positiven Impuls für die Medienbranche dar. Zeitungs- und Zeitschriftenverlage, die derzeit nur mit Mühe Umsätze für Bezahlinhalte über ihre Websites generieren, haben bessere Erlösmöglichkeiten über das Mobiltelefon. Sie sollten ihren Internetauftritt eher dazu verwenden, für ihre mobil erhältlichen Inhalte und Dienstleistungen zu werben, da Sie auf diesem Gebiet größere Umsätze erwirtschaften können", resümiert Olivier Beauvillain, Autor dieses Reports.

Während Medienunternehmen zunehmend versuchen, User mit kostenpflichtigen Inhalten zu locken, stehen die Verbraucher den Angeboten immer noch distanziert gegenüber. Fast jeder zweite Europäer lehnt es grundsätzlich ab, für Web-Inhalte zu bezahlen. Danach wird lediglich mit Erotik-Angeboten ein bedeutsamer Umsatz erzielt. Von insgesamt 252 Millionen Euro, die die Westeuropäer 2001 für kostenpflichtigen Content ausgaben, entfielen rund 70 Prozent auf den Bereich Erotik. Der Rest verteilt sich hauptsächlich auf Spiele, Wirtschaftsnachrichten und Finanzen.

Jupiter MMXI prognostiziert, dass ein Großteil der Inhalte im Netz auch weiterhin kostenfrei zur Verfügung steht. Eine radikale Umstellung auf Bezahldienste sei auszuschließen.
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