Studie: User vertrauen im Netz Print- und TV-Marken

Donnerstag, 31. Mai 2007

Online-Ableger von Fernseh- und Print-Marken werden häufiger zur Informationssuche genutzt als die Websites reiner Internet-Serviceportale. Das ist ein Ergebnis einer Studie des Verbands Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) und Seven-One Interactive, dem Online- und Multimediavermarkter der Pro-Sieben-Sat-1-Gruppe, in Kooperation mit der Berliner Agentur Diffferent. Ziel der Untersuchung war es, die Nutzung und das Werbepotenzial verschiedener Internetseiten zu vergleichen. Dazu wurden die Online-Ableger von sieben Printangeboten (Spiegel Online, Bild.de, Focus Online, Stern.de, Zeit.de, Welt.de, Sueddeutsche.de), drei TV-Angeboten (Prosieben.de, RTL.de, Sat1.de) und fünf Serviceportalen (T-Online, Web.de, Yahoo, GMX, Freenet) als Basis für eine Befragung von rund 800 Internetnutzern ab 14 Jahren ausgewählt.

Laut Studie vertrauen die User bei der Informationssuche im Netz eher den Print- und TV-Marken: 58 Prozent der Befragten gaben an, Print- und TV-Websites zu nutzen, um sich einen Überblick über aktuelle Angebote zu verschaffen, 56 Prozent, um konkrete Produktinformationen zu erhalten. Die aus der Offline-Welt vertrauten Marken haben auch bei der Entscheidungsfindung einen Bonus: 63 Prozent suchen hier nach unabhängigen Empfehlungen. Dagegen sind Portale bevorzugte Anlaufstellen, wenn es um Routinehandlungen oder die Nutzung von Services wie E-Mail-Abfrage geht.

Unterschiede zeigen sich auch bei der Werbeakzeptanz. So nehmen User Werbung auf Fernseh- und Print-Websites positiver wahr als innerhalb von Serviceportalen: 64 Prozent geben an, Produktwerbung auf diesen Seiten zu vertrauen. Eine Mehrheit ist dort eher bereit, auf Werbung im Themenumfeld zu klicken, 58 Prozent haben sich bereits "interessante Anregungen" geholt. Allerdings findet auch etwa jeder Zweite - bei beiden Kategorien - Produktwerbung eher störend. se

Mehr dazu lesen Sie in der HORIZONT-Ausgabe 22/2007, die am 31. Mai erscheint.

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