Studie: Unternehmen twittern im Dialog

Donnerstag, 27. August 2009
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Die Profile deutscher Unternehmen bei Twitter sind besser als ihr Ruf. Auch bei den Unternehmen steht Dialog im Fokus. 51 Prozent der Tweets von Unternehmen wie Allianz, Daimler, Deutsche Bahn, Google, Lufthansa, RWE oder Tchibo behandeln dialogische Themen. 32 Prozent aller Unternehmens-Tweets distributieren Nachrichten und nur 17 Prozent Werbebotschaften werden verschickt. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse von insgesamt 723 Tweets aus 53 ausgewählten Unternehmen der Berliner PR-Agentur Zucker.Kommunikation zusammen mit Blätterwald (Büro für Medienresonanzanalyse). Die untersuchten Unternehmen haben durchschnittlich 661 Follower, sie folgen 350 fremden Profilen und posten durchschnittlich 13 Tweets pro Woche.

Bei den Profilen der DAX-Unternehmen, so ein Ergebnis, ist der Anteil der Werbung allerdings etwa doppelt so häufig Thema der Tweets. „Die große Zahl der bereits twitternden Unternehmen hat uns überrascht. Mit der Analyse können wir außerdem belegen, dass die Hälfte der Unternehmen den dialogischen Ansatz von Twitter verstanden hat und entsprechend agiert“, kommentiert Oliver Numrich von Blätterwald.

Allerdings erfüllen die Unternehmen beim Twittern noch nicht alle Erwartungen. Die absolute Mehrheit der Unternehmen (80 Prozent) verschickt ihre Tweets anonym. Nur bei 12 der 60 untersuchten Profile twittert ein erkennbarer Absender.

In den meisten Tweets (85 Prozent) werden die Follower nicht persönlich angesprochen. „Die Zuständigkeiten für Twitter sind in den meisten Unternehmen nicht wirklich geregelt“, schlussfolgert Matthias Bonjer von Zucker.Kommunikation. „Das häufige Auftreten anonymer Absender, die mangelnde Subjektivierung der Tweets und das Benennen ganzer Abteilungen als Absender, die nicht die Kommunikationsabteilung sind, machen dies deutlich.“ ork
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