Studie: Paid Content funktioniert

Freitag, 13. Juli 2007
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Umfrage Florentine Spreen


Es gibt einen Markt für journalistischen Paid Content. Einer Umfrage von Media Transfer Netresearch & Consulting zufolge, haben 48 Prozent der Befragten schon einmal kostenpflichtige Inhalte im Internet bezogen, 26 Prozent haben bereits für redaktionelle Inhalte bezahlt. Nicht-Nutzer können sich am ehesten vorstellen, Paid Content von der Website eines bekannten Print-Titels oder einer Special-Interest-Website zu beziehen. 30 Prozent der 857 befragten Nicht-Nutzer stimmen dem zu. Verlage haben hier einen deutlich größeres Potenzial als bekannte reine Online-Anbietern (nur 12 Prozent Zustimmung). Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass das bereits häufig für tot erklärte Thema journalistischer Paid Content durchaus noch Leben in sich hat", erklärt Florentine Spreen vom Institut für Industrielles Management. "Es müssen aber die richtigen Inhalte angeboten werden, damit Paid Content funktioniert."

Am häufigsten werden Testberichte, Artikel aus Archiven, Hintergrundberichte aus dem Bereich Computer & Technik sowie Beratung/Tipps aus dem Bereich Wirtschaft & Finanzen nachgefragt. 20 Prozent der Nutzer können sich vorstellen, zukünftig redaktionelle Video-/Audio-Berichte kostenpflichtig abzurufen. Allerdings: Fast 90 Prozent der Paid Content-Nutzer geben an, zunächst intensiv nach kostenlosen Alternativen zu suchen.

Eine geringere Bedeutung hat die multimediale Aufbereitung: Weniger als ein Drittel der befragten Paid-Content-Nutzer ordnet diesem Aspekt einen hohen Mehrwert zu. Ebenfalls von nachrangiger Bedeutung sind laut Studie die Bereitstellung von themenverwandten Hyperlinks und die Personalisierbarkeit der Inhalte. se

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