Studie: Online-Angebote der Behörden holen kräftig auf

Donnerstag, 24. Januar 2002

Von wegen verstaubtes Image: Regierungen und Verwaltungsbehörden in Europa machen bei der Umsetzung von E-Commerce-Anwendungen und der Einführung internetgestützter Service-Angebote signifikante Fortschritte. Zu diesem Ergebnis kommen die Marktforscher von Accenture in einer aktuellen Umfrage, für die 840 Manager und Entscheidungsträger von Unternehmen und Organisationen aus 21 europäischen Ländern sowie Südafrika, Indien, Japan und den USA befragt wurden.

Dennoch sind sich laut Accenture die Führungskräfte aus der Verwaltung einig, dass die Integration der Technologie in das Tagesgeschäft länger dauern wird als bisher prognostiziert. Sie erwarten als Bilanz des vergangenen Jahres 2001 einen Anstieg der E-Commerce-Investitionen öffentlicher Institutionen um 15 Prozent. Immerhin 83 Prozent aller Befragten wollen mit der Umsetzung ihrer E-Commerce-Aktivitäten fortfahren.

58 Prozent der Privatwirtschaftler versprechen sich zudem von der verstärkten Anwendung von E-Commerce-Technologien durch die öffentliche Hand wichtige Impulse für die Gesamtwirtschaft. Dabei bewerten drei Viertel der Befragten die Unterstützung solcher Projekte auf unternehmerischer Ebene höher als direkte Subventionen.

Die größten Bedenken hat die Mehrheit der Befragten hinsichtlich der Nutzerzahlen: 61 Prozent der Privatwirtschaftler und 55 Prozent der Behördenvertreter fürchten, dass schwache Besucherstatistiken den Erfolg ihrer Online-Angebote gefährden könnten.
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