Studie: Modebranche lässt Social-Media-Potenzial ungenutzt

Montag, 23. April 2012
H&M macht auf Facebook eine gute Figur
H&M macht auf Facebook eine gute Figur

Die meisten modebegeisterten Menschen haben die Sozialen Medien für sich entdeckt - allerdings nicht als Informationsquelle über Mode-Themen. Lediglich 16 Prozent nutzen Facebook & Co., um sich über Mode auf den neuesten Stand zu bringen. Das geht aus der Studie "Social-Media-Branchenreport Mode" des Marktforschungsunternehmens Yougov hervor. Von den 1.000 an Mode und Modemarken interessierten Umfrageteilnehmern informieren sich mehr als 80 Prozent mehrmals im Monat über ihr Lieblingsthema Mode. Mehr als zwei Drittel nutzen Social Media - am häufigsten Facebook und Youtube. Über diese Kanäle bringen die Modeunternehmen aber nur jedem Achten ihre Marke näher. "Kommunikation auf Augenhöhe, Mitmachangebote und echten Dialog vermissen die meisten Nutzer", resümiert Stephanus Tekle, Leiter Konsummarktforschung bei Yougov. Ausnahmen bilden Marken wie H&M und Adidas, die für ihre Informationsfülle, Aktualität, ansprechende Werbung und für ihre Dialogmöglichkeiten gelobt werden.

Soziale Netzwerke sind der Studie zufolge hauptsächlich eine Möglichkeit zur Suche nach Aktionen und zur Schnäppchenjagd. Wesentlich häufiger nutzen die Modeinteressierten Online-Shops und Werbung zur eigenen Information. Darüber hinaus spielen der stationäre Handel, die Filiale vor Ort und Zeitschriften eine zentrale Rolle. Laut Tekle empfiehlt es sich, in der Werbung, auf der eigenen Website und durch Hinweise und Aktionen am PoS auf die eigenen Social-Media-Auftritte aufmerksam zu machen und die Kommunikation gekonnt zu vernetzen. Zudem könne man sich zunutze machen, dass sich Mode-Interessierte via Social Media in erster Linie über Aktionen informieren. "Hier bieten Location Based Services noch viel ungenutztes Potenzial. Sie weisen auf lokale Aktionen hin und locken Interessierte in die nächste Filiale. Gerade Mode-Fans nutzen Plattformen wie Foursquare, Gowalla und Aka-aki schon jetzt überdurchschnittlich häufig", sagt Tekle. fo
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