Studie: Mobiltelefone gewinnen für Mediennutzung an Bedeutung

Mittwoch, 27. April 2011
Für die repräsentative Studie wurden 1300 Menschen im Dezember 2010 persönlich interviewt
Für die repräsentative Studie wurden 1300 Menschen im Dezember 2010 persönlich interviewt

Handys und Notebooks sind Wachstumstreiber bei der Außerhausnutzung von Medieninhalten: Knapp ein Viertel der Deutschen nutzt das Notebook zum Abruf von Medieninhalten, rund 18 Prozent konsumieren diese über ihr Handy. Das ist das Ergebnis der Studie "Heimat to go - medial verankert in der Region", die die TNS Emnid Medien- und Sozialforschung in Kooperation mit der Radiozentrale durchgeführt hat. Die Mediennutzung ist damit im Vergleich zum Vorjahr um 61 Prozent bei Notebooks und mehr als 50 Prozent bei Mobiltelefonen angestiegen. Vor allem bei den Unter-30-Jährigen werden mobile Endgeräte immer wichtiger: In dieser Altersgruppe nutzen rund die Hälfte den Laptop und 41 Prozent das Handy für Medieninhalte. Der MP3-Player hingegen verliert an Bedeutung (minus 9 Prozent gegenüber dem Vorjahr), während sich Tablet-PCs noch nicht etablieren konnten - nur knapp 2 Prozent nutzen iPad und Co für den Medienkonsum.

Besonders beliebt ist die mobile Radionutzung: 12,3 Prozent hören über ihr Handy Radio, acht Prozent über den Laptop. Bei den Unter-30-Jährigen sind die Werte mit 29 beziehungswiese 20 Prozent deutlich höher. Mobile Fernsehnutzung hingegen ist noch relativ unbedeutend (1,5 Prozent via Handy, 6,3 Prozent via Notebooks).

Für Vermarkter könnten zudem ortsbezogene Zusatzinformationen (Location Based Services) künftig von größerer Bedeutung sein: Mehr als 35 Prozent der 20- bis 29-Jährigen wollen diese nutzen können. "Gerade das lokal verankerte Medium Radio mit seiner starken mobilen Nutzergemeinde wird davon profitieren", glaubt Lutz Kuckuck, Geschäftsführer der Radiozentrale. "Spots könnn via Webradio und Mobile bereits auf Basis geographischer Daten gezielt ausgeliefert oder klassische Spots mit Location Based Services angereichert werden." sw
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