Studie: Medienhäuser investieren zurückhaltender in Online

Donnerstag, 13. August 2009

Die Euphorie ist verflogen: Verlage und TV-Sender sind bei ihren marken-unabhängigen Online-Aktivitäten zurückhaltender geworden. Jetzt werden Portfolios konsolidiert. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von OC&C Strategy Consultants. Die untersuchten Medienhäuser sind Axel Springer, Hubert Burda, Gruner + Jahr, Georg von Holtzbrinck, The Media Lab, DuMont Schauberg sowie Pro Sieben Sat 1 Media und die RTL-Gruppe. Die Zahl der Transaktionen ist demnach gesunken: Während die Verlage und TV-Sender in diesem Jahr nur 16 Beteiligungen erwarben, waren es 2008 noch 98. Im vergangenen Jahr kamen die untersuchten Medienhäuser auf insgesamt gut 222 Beteiligungen, davon wurden bisher nur 34 verkauft oder eingestellt. Den 34 Abgängen stehen in der aktuellen Studie 50 Neuerwerbungen gegenüber. „Für die Zukunft muss in der Branche vereinzelt mit weiteren Einstellungen und Verkäufen von Online-Angeboten gerechnet werden", so die Studienautoren.

Jüngere Entwicklungen deuten an, dass sich Online-Aktivitäten wieder stärker am Kerngeschäft der Medienhäuser ausrichten. Das Wachstum bei nicht-markenbezogenen Online-Aktivitäten, sprich jener Online-Beteiligungen, die sich nicht auf eine bereits etablierte Printoder Verlagsmarke beziehen, sind stark rückläufig. Noch im Vorjahr sind die nichtmarkenbezogenen Aktivitäten um 79 Prozent gewachsen, in diesem Jahr beträgt das Wachstum nur noch 7 Prozent. se
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