Studie: Konzerne wollen Online-Beschaffung ausbauen

Dienstag, 29. Mai 2001
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Zulieferteil Einkaufsvolumen


Die deutschen Industrie-Konzerne setzen zunehmend auf die elektronische Beschaffung über das Internet. In den kommenden fünf Jahren wollen sie im Schnitt bis zu 40 Prozent aller Zulieferteile online beschaffen und damit den Anteil von E-Procurement am gesamten Einkaufsvolumen von derzeit lediglich ein bis zwei Prozent massiv steigern. Dies geht aus einer Marktstudie der Unternehmensberatung Dr. Wieselhuber & Partner hervor.

Der Studie zufolge sehen die Konzern-Einkäufer insbesondere in niedrigeren Preisen, geringeren Transaktionskosten sowie in beschleunigten Prozessabläufen die größten Vorteile bei der Online-Beschaffung. Knapp drei Viertel der befragten Unternehmen erklärten, dass der Nutzen schon heute größer sei als der Aufwand. Entsprechend wollen die Unternehmen ihre internen Warenwirtschaftssysteme künftig besser mit den externen Beschaffungsmärkten im Internet verknüpfen.

Das teilweise Scheitern vieler E-Procurement-Projekte in der Vergangenheit erklären sich die Berater bei Dr. Wieselhuber & Partner mit der schlechten Vorbereitung von Online-Auktionen als auch der anfänglichen "Blauäugigkeit" gegenüber dem neuen Medium Internet. Im Rahmen der Studie wurden 15 Konzerne aus den Bereichen Chemie-, Elektronik-, Stahl-, Zulieferer- und der Konsumgüterindustrie mit einem jährlichen Einkaufsvolumen zwischen einer Milliarde und 14 Milliarden Euro befragt.
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