Studie: Kinder und Jugendliche beschränken sich auf wenige Lieblingswebsites

Donnerstag, 02. September 2010
Laut der Agentur gehören nur wenige Websites zum Relevant Set der Kids
Laut der Agentur gehören nur wenige Websites zum Relevant Set der Kids

Die junge Zielgruppe nutzt die unbegrenzten Möglichkeiten, die das Internet bietet, bei weitem nicht aus. Lediglich 5,9 Websites besuchen sie im Durchschnitt regelmäßig. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie der Internetagentur Elements of Art in Kooperation mit dem Marktforschungsunternehmen Iconkids & Youth sowie Super RTL und IP Deutschland. Die Studie "Die Lieblings-Websites der Kids - Entstehung, Zusammensetzung und Entwicklung des Relevant Set im Internet" zeigt außerdem, dass sich die Anzahl der regelmäßig besuchten Seiten im Altersverlauf weiter erhöht. Das so genannte Relevant Set, die Lieblingswebsites der Kinder und Jugendlichen, umfasst bei den Schülern der 1. und 2. Klasse durchschnittlich 7,5 Websites, wobei dieser Zuwachs laut der Studie vor allem auf die Nutzung von zusätzlichen Website-Genres und weiteren Online-Aktivitäten zurückzuführen ist.

Auch beim Inhalt der besuchten Websites lässt sich eine Verschiebung erkennen: Während bei den Grundschülern die Nutzung von Spiele-Seiten dominiert (87 Prozent der Kinder besuchen diese), stehen bei den Jugendlichen Communities, Chat-Programme und Special-Interest-Themen wie Musik oder Veranstaltungen im Vordergrund. Die Schüler der 5. und 6. Klassen bilden eine Übergangsgruppe, in der Spiele-Seiten noch häufig genutzt, jedoch auch immer weiter von Communities verdrängt werden. Lediglich das Video-Portal Youtube ist eine Website, die quer durch alle Altersgruppen häufig besucht wird.

Deutlich wurde im Rahmen der Erhebung, welchen Stellenwert die Schule bei der Internetnutzung hat. 85 Prozent der Befragten surfen mittlerweile im Internet, um für Hausaufgaben oder Referate zu recherchieren. Informative Websites wie diese mit eher rational-pragmatischem Nutzen gehören zum "Sekundären Relevant Set" und werden vergleichsweise schnell wieder verlassen. Dagegen hat das "Primäre Relevant Set", zu dem Communities, Videos und Spiele gehören, einen hohen emotionalen Nutzen und wird von allen Altersgruppen umfangreich verwendet.

Grundlage der Studie war eine qualitative Pilotstudie, in der zunächst das Internetverhalten von 49 Mädchen und Jungen im Alter von sechs bis 16 Jahren aufgrund von Internetnutzungstagebüchern erfasst wurde. Anschließend wurden die aus dieser Pilotstudie hervorgegangenen Hypothesen in einer quantitativen Befragung mit rund 1000 Schülern und 600 Eltern überprüft. hor
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