Studie: Kein Hype um E-Book-Reader

Freitag, 16. Oktober 2009
Amazon Kindle: Keine Verkaufszahlen veröffentlicht
Amazon Kindle: Keine Verkaufszahlen veröffentlicht

Das Interesse der deutschen Konsumenten an E-Readern hält sich in Grenzen. "Ein Hype ist in keiner Weise spürbar", heißt es in einer Studie der Unternehmensberatung Kirchner + Robrecht. Grund für die Zurückhaltung könnten die mit rund 200 bis 600 Euro noch relativ hohen Anschaffungskosten sein. Die dürften deutlich sinken, wenn der Anbieterwettbewerb in Fahrt kommt. "Gewinnen wird dabei mittelfristig der Konsument", so Marco Olavarria, Geschäftsführender Gesellschaft von Kirchner + Robrecht. Laut Studie drängen immer mehr Hersteller elektronischer Lesegeräte, auf denen Bücher und Zeitungen als digitalisierte Texte heruntergeladen werden können, auf den deutschen Markt. 2009/2010 bringen sich hier große Player wie Amazon, Samsung in Vodafone in Stellung. Sony ist bereits seit rund einem halben Jahr dabei (HORIZONT 27/2009). Die Zahl der verfügbaren und angekündigten E-Reader hat sich seit März von 20 auf 39 nahezu verdoppelt.

Zwar veröffentlichen führende Unternehmen wie Amazon Kindle keine Absatzzahlen, dennoch erwartet die Studie für Deutschland bis Mitte 2011 rund 170.000 verkaufte E-Reader. Dabei dürfte es vor allem darauf ankommen, dass die Geräte mit Touchscreen, Drahtlosschnittstellen und hoher Speicherkapazität ausgestattet sind.

Ende Oktober startet auch die dpa-Infocom zusammen mit den Verlagen Dumont und Lensing ein dreiwöchiges Pilotprojekt. Dabei werden 40 Probanden der „Frankfurter Rundschau" und der „Ruhr Nachrichten" mit einem E-Reader ausgestattet. se
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