Studie: Jeder zweite Nutzer ist bereit, für Netz-Inhalte zu zahlen

Donnerstag, 24. April 2003

Gute Nachrichten für die Content-Anbieter im Netz: Jeder zweite Internetnutzer würde mittlerweile für attraktive Inhalte Geld auf den Tisch legen. Dies ergibt eine aktuelle Sonderauswertung der @facts-Studie, die von den Onlinevermarktern Seven-One Interactive, IP Newmedia und Lycos Europe in Kooperation mit dem Marktforschungsinstitut Forsa herausgegeben wird. Danach bejahen 52 Prozent der Nutzer, die in den vergangenen drei Monaten mindestens einmal online waren, die Frage nach der Zahlungsbereitschaft. Sie repräsentieren im 1. Quartal 2003, in der die Befragung durchgeführt wurde, rund 16,7 Millionen Menschen in Deutschland.

Der Anteil der Zahlungswilligen könnte in Zukunft noch weiter ansteigen, da es eine Korrelation zwischen der Dauer der Online-Erfahrung und der Zahlungsbereitschaft gibt: Über die Hälfte der Nutzer, die über ein Jahr online sind, akzeptieren Paid Content, während Neulinge mit sechs Monaten oder weniger Web-Erfahrung nur zu 44 Prozent einverstanden sind. Gefragt sind dabei vor allem Downloads von Software und Musik: 62 beziehungsweise 52 Prozent der Befragten würden dafür zahlen. Nur 28 beziehungsweise 21 Prozent interessieren sich für kostenpflichtige Online-Spiele und Sport-Angebote.

Bei den Abrechnungsmodellen wird mit großer Mehrheit das Pay-per-View-Modell favorisiert. 80 Prozent der Befragten würden am liebsten pro genutzter Information zahlen, während nur 14 Prozent sich mit einem Abonnement anfreunden können. Was die technische Abrechnung angeht, dürfte sich in Zukunft die Deutsche Telekom und damit T-Online als einer der interessantesten Kooperationspartner erweisen. Mit 71 Prozent wünscht sich nämlich die überwiegende Mehrheit der Befragten den Geldeinzug über die Telefonrechnung. Alle Ergebnisse der Studie in der aktuellen Ausgabe von HORIZONT. kj

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