Studie: Internetnutzung von Jugendlichen wirkt sich zulasten klassischer Medien aus

Dienstag, 24. Juli 2001

Das Internet hat sich bei Kindern und Jugendlichen bereits als Alltagsmedium etabliert. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie "Kinder und Internet - Nachwuchs für das World Wide Web", die das Marktforschungsinstitut TNS Emnid im Auftrag von AOL Deutschland erstellt hat.

Danach nutzen 6- bis 18-Jährige das neue Medium regelmäßig zur gezielten Informationsbeschaffung sowie zum Lernen, Kommunizieren und Spielen. Ein Viertel der 6- bis 18-Jährigen geht mehrmals im Monat online, 30 Prozent mehrmals in der Woche, 9 Prozent wählen sich sogar täglich ein. Dabei beträgt der Anteil der unter 14-Jährigen, die mehrmals im Monat surfen, bereits 47 Prozent.

Laut Studie schränken viele Jugendliche die Nutzung klassischer Medien zugunsten des Internet ein. So schauen 26 Prozent der Befragten weniger Fernsehen, und 25 Prozent lesen weniger Bücher. Wie die Marktforscher zudem herausgefunden haben, verzichten die jungen Nutzer beim Surfen keineswegs auf soziale Kontakte. So surfen 71 Prozent der Kinder und Jugendlichen gemeinsam mit Freunden oder nutzen das Medium zu Kontaktaufbau und -pflege.

Über die Hälfte der Online-Kids (60 Prozent) schreibt und liest E-Mails. Dabei kommunizieren die 14- bis 18-Jährigen zu 65 Prozent und die 6- bis 13-Jährigen zu 46 Prozent auf diese Weise. TNS Emnid befragte im Mai 2001 insgesamt 1500 Deutsche ab 14 Jahren.
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