Studie: Internet-Provider gewinnen nur wenig Neukunden durch Werbung

Montag, 06. August 2001

Die Internet-Service-Provider in Deutschland gewinnen offenbar nur einen geringen Teil ihrer Neukunden durch Werbung. Wie das Marktforschungsunternehmen MediaTransfer Netresearch & Consulting bei einer Umfrage unter 1.000 Internetnutzern in Deutschland herausgefunden hat, vertrauen die Surfer bei der Suche nach einem geeigneten Internet-Provider am häufigsten auf eigene Recherchen (17 Prozent) sowie auf Empfehlungen aus dem Freundes- und Bekanntenkreis (14 Prozent). Besonders beim Onlinedienst Freenet hat sich Mund-zu-Mund-Propanganda mit einem Anteil von 28 Prozent als das effektivste Mittel zur Neukundengewinnung etabliert.

Eine Ausnahmestellung nimmt jedoch AOL ein: Den Angaben zufolge sind 30 Prozent der Kunden vor allem durch die massive Verbreitung der Zugangs-CD auf AOL aufmerksam geworden. Laut Studie sind niedrige Zugangsgebühren weiterhin das entscheidende Kriterium für Internetnutzer bei der Wahl ihres Providers. Als weniger relevant werden hingegen kostenlose Zusatzdienste wie Unified-Messaging, Fax oder SMS angesehen, die mittlerweile von verschiedenen Providern angeboten werden. Für nur 9 Prozent der befragten Onliner sind diese Services bei der Providerwahl entscheidend.
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