Studie: Immer mehr Surfer gehen mit Breitbandzugang ins Netz

Mittwoch, 17. April 2002
Private Internetnutzung im März 2002 in Deutschland. Quelle: Nielsen Netratings
Private Internetnutzung im März 2002 in Deutschland. Quelle: Nielsen Netratings

In Deutschland erfreuen sich breitbandige Internetzugangstechnologien wachsender Beliebtheit. Nach einer Studie von Nielsen Netratings nutzten im März 2002 bereits 15 Prozent der privaten Internetnutzer einen Breitbandzugang, der unter anderem schnelle Downloads von speicherintensiven Dateien und Anwendungen ermöglicht.

Zwar geht mit 85 Prozent der deutschen Sufer immer noch die große Mehrheit über herkömmliche Schmalband-Zugänge wie etwa ISDN oder Modem ins Internet. Dennoch scheint den Breitbandtechnologien die Zukunft zu gehören. Laut Nielsen Netratings hat sich die Anzahl der breitbandigen Anschlüsse wie etwa DSL, LAN oder Kabel-Modem innerhalb von nur sechs Monaten verdoppelt.

Trotz der enormen Wachstumsraten gibt es in Sachen Breitband noch Nachholbedarf. Im europaweiten Vergleich belegt Deutschland nur den 8. Rang. Die meisen Breitbandanschlüsse finden sich dagegen in Holland, Belgien und Frankreich. Die Schlusslichter sind Großbritannien, Norwegen und Irland.

Für die DSL-Technologie interessieren sich hierzulande vor allem ältere Zielgruppen. Laut Nielsen Netratings gehen in der Altersgruppe der 50 bis 54-Jährigen überproportional viele Surfer mit DSL-Anschluss ins Netz. Diese nutzen das Internet auch weitaus intensiver als Surfer mit Schmalbandanschluss. Laut Studie besuchen DSL-Nutzer im Schnitt fast viermal soviele Websites und verbringen die dreifache Zeit im Netz als Surfer, die sich mit einem 56K-Modem einwählen.
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