Studie: IPTV deckt kaum die Kosten

Donnerstag, 25. September 2008
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Die meisten IPTV-Angebote von Telekom-Unternehmen schreiben derzeit noch rote Zahlen. Auch eine höhere Kundenbindung und positive Impulse für den Breitbandmarkt können die negative Bilanz nicht ausgleichen. Dennoch halten die Anbieter am weitern Ausbau von IPTV fest. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie zu den Herausforderungen an Telekom-Anbieter in 26 europäischen Ländern auf dem IPTV-Markt. Die Medienanalysten des Londoner Instituts Screen Digest erklären in der Studie "IPTV Business Model: Profit and Loss in the Telco TV Space", dass IPTV-Dienstleister trotz des Versuchs, sich zu unterscheiden, eine gleichbleibende Position einnehmen.

Bis Ende 2008 soll es in Europa mehr als 12 Millionen IPTV-Abonennten geben, bis Ende 2012 halten die Experten einen Anstieg auf deutlich über 22 Millionen für möglich. Einen positiven Trend gebe es in Ländern mit hoher Kabelpenetration wie Belgien, Schweden und Deutschland. Hier könnten einige IPTV-Anbieter mit ihren Breitbandergänzungen ein stärkeres Wachstum als der übrige DSL-Markt verzeichnen. Dadurch würden sie zu den Wachstumsraten von Triple-Play-Konkurrenten aus dem Kabelnetz sowie dem durchschnittlichen Wachstum im gesamten Breitbandmarkt aufschließen. Richard Broughton, Autor der Studie: "In diesen Märkten bringt IPTV den Unternehmen zwar keinen direkten Vorteil, allerdings weniger Nachteil."

Als Beispiel dient die Deutsche Telekom: Sie konnte seit der Einführung von IPTV im Verhältnis zu den restlichen DSL-Anbietern schneller wachsen. Bis 2012 könnte die Deutsche Telekom nach Abonnenten gemessen zum viertgrößten IPTV-Anbieter in Europa und in die Top Ten der größten Unternehmen auf dem Weltmarkt aufsteigen. HOR
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