Studie: Europäische Dotcoms haben kein Patentrezept für Web-Krise

Dienstag, 18. September 2001

Europäische Dotcoms reagieren auf die härteren Marktbedingungen mit stärkerer Kostenkontrolle und überdenken ihre Strukturen und Geschäftsmodelle. Dabei setzen sie national auf unterschiedliche Maßnahmen, um ihr Geschäft zu verbessern: Während knapp ein Drittel der deutschen und knapp ein Viertel der britischen Unternehmen auf die Kostenbremse treten, konzentrieren sich französische Internet-Firmen auf die Produktqualität (22 Prozent) und holländische Dotcoms auf intensiveres Marketing (34 Prozent). Zu diesem Ergebnis kommt das Marktforschungsinstitut PrincewaterhouseCoopers in der Studie "Rückbesinnung auf die Fundamentaldaten- Dotcom Firmen werden erwachsen", an der sich im Juni diesen Jahres 400 Unternehmen beteiligten.

Die Erfolge fallen der Studie zufolge dabei recht unterschiedlich aus: Unter den befragten deutschen Unternehmen arbeiten 66 Prozent mit Gewinn, bei den britischen sind es nur 24 Prozent. In den Niederlanden liegt die Profitlabilität bei 61 Prozent, in Frankreich bei 49 Prozent.

Verändert haben sich auch die Prioritäten bei der Personalrekrutierung: Statt Flexibilität, Kreativität und Risikobereitschaft sind jetzt Managementerfahrungen gefragt. Bei den Neueinstellungen sind die Unternehmen jedoch hinter ihren Erwartungen zurückgeblieben: Im Vorjahr wollten 78 Prozent der Firmen ihren Personalbestand erhöhen, tatsächlich neu eingestellt haben nur 35 Prozent.

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