Studie: Europa liegt in den Bereichen Internet, E-Commerce und Informationstechnologie weiterhin hinter den USA zurück

Donnerstag, 20. April 2000

Europa liegt in den Bereichen Internet und E-Commerce noch immer weit hinter den USA zurück– trotz hoher Wachstumsraten. In der Informations- und Kommunikationstechnologie (ICT) haben die Europäer gegenüber den USA und Japan in den vergangenen Jahren sogar weiter an Boden verloren. Im Bereich ICT sei die Wertschöpfung pro Beschäftigten in einigen Sektoren nicht einmal halb so groß wie in den USA. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie der Management- und Technologie-Beratung Booz, Allen & Hamilton. Die Zahl der Internetnutzer sei zwar stark angestiegen, doch erreiche sie bei weitem nicht das amerikanische Niveau von 60 Prozent der Bevölkerung. Innerhalb Europas wird das Internet unterschiedlich stark genutzt: Während die skandinavischen Länder hohe Werte erreichen – in Schweden gehören 40 Prozent der Bevölkerung zu den Internetnutzern – wagt sich in Südeuropa nur eine vergleichsweise geringe Zahl ins World Wide Web, in Portugal sind es beispielsweise nur 5 Prozent der Bevölkerung. Deutschland liegt im innereuropäischen Vergleich mit 14 Prozent auf einem mittleren Platz. Im E-Commerce dominieren die USA mit weitem Abstand. Nach den Ergebnissen von Booz, Allen & Hamilton gehen rund zwei Drittel des weltweiten elektronischen Handelsvolumens auf das Konto amerikanischer Unternehmen.
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