Studie: E-Commerce in Deutschland wächst um mehr als 50 Prozent

Mittwoch, 12. September 2001

Private Konsumenten haben im 1. Halbjahr 2001 in Deutschland insgesamt Waren für 1,9 Milliarden Euro über das Internet geordert. Dies ist das Ergebnis des aktuellen GfK Webscopes, einer regelmäßigen Umfrage des Nürnberger Marktforschungsinstituts GfK. Den Angaben zufolge stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um mehr als 50 Prozent.

Insgesamt haben 6,9 Millionen Internetnutzer im Schnitt dreimal in sechs Monaten im Netz eingekauft und dabei durchschnittlich 83 Euro ausgegeben. Jeder zwölfte Online-Shopper gehört laut Studie zu den Intensivkäufern, die mindestens einmal monatlich Waren im Internet bestellen. Die Mehrheit der Onlineshopper ist nach wie vor männlich und zwischen 20 und 39 Jahre alt. Zudem verfügen sie laut Studie über ein überdurchschnittliches Einkommen.

Bücher uns CDs waren auch im 1. Halbjahr 2001 die am meisten nachgefragten Produkte. Der mittlere Bestellwert eines Einkaufs lag in dieser Kategorie bei 25 Euro. Die umsatzstärkste Kategorie waren laut GfK aber Reisebuchungen über das Internet. Hier belaufen sich die Ausgaben im Schnitt auf 400 Euro pro Transaktion.

Auf Anbieterseite hat der Onlinemedienhändler Amazon seine Spitzenposition ausgebaut. Den Angaben zufolge belegen die Versandhandelsunternehmen Otto und Karstadt-Quelle mit großem Abstand den 2. und 3. Rang. Die Ergebnisse des GfK Webscope beruhen auf kontinuierlichen schriftlichen Erhebungen, die das Marktforschungsinstitut GfK online und offline bei einer repräsentativ ausgewählten Stichprobe von 10.000 Internetnutzern durchführt.
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