Studie: E-Business fordert Logistiksysteme heraus

Freitag, 28. Juli 2000

Die Leistungsfähigkeit der Logistiksysteme reicht meist nicht für kurze Lieferzeiten. So müssten die Logistiksysteme zur Bedienung von Internetgeschäften drastische verbessert werden. Das ist das zentrale Ergebnis einer Studie der Unternehmensberatung Arthur D. Little. Für die Studie befragte die Analysten 245 Unternehmen in Europa. Danach erkennen immer mehr Unternehmen, dass die Effizienz des Internets nicht nur enorme Kosteneinsparungen in der Logistik ermöglicht, sondern vor allem auch neue Wege in der Steuerung der Zulieferkette (Supply Chain Management) schafft. Laut der Studie bestünden jedoch Unterschiede nach Regionen und Branchen. So kamen die Analysten zum Schluss, dass Grossbritannien am fortschrittlichsten sei. 83 Prozent der Unternehmen hätten dort einen Supply-Chain-Manager, der für die Steuerung der Zulieferkette verantwortlich sei. So gingen auch Großunternehmen vermehrt dazu über, Teile ihrer eigenen Produktionsprozesse an Zulieferer auszulagern und die Logistik komplett neu zu strukturieren und auf das E-Business abzustimmen. In Deutschland stellten die Analysten dagegen fest, dass Unternehmen sich eher weigerten, unternehmensinterne Daten mit Zulieferern zu teilen. Nach Branchen betrachtet, liegt die Automobilindustrie in der Anwendung von SCM-Lösungen in Europa weit vorn. Die Hauptmotivation liege vor allem in den geringeren Kosten und kürzeren Lieferzeiten. Outsourcing-Lösungen würden zunehmend geprüft.
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