Studie: Die ARD bleibt zentrale Orientierungsinstanz

Freitag, 29. Dezember 2000

Zum Abschied bekam es der scheidende ARD-Vorsitzende, SWR-Intendant Peter Voß, schwarz auf weiß in die Hand: Nach einer Studie des Kölner Medienforschungsinstituts Rheingold sieht Voß die ARD in bester Verfassung und im Bewusstsein der Deutschen fest verankert. In 1404 Tiefeninterviews und 25 Gruppendiskussionen in den vergangenen drei Jahren kristallisierte Rheingold mehrere psychologische Aspekte heraus, die die Einstellungen der Zuschauer gegenüber der ARD prägen: Die ARD konturiere einen öffentlich-rechtlichen Gemeinschaftsraum, die Zuschauer fühlten sich etwa bei der Übertragung Olympischer Spiele für kurze Zeit einer Fernsehnation verbunden. Mit der "Tagesschau" strukturiere die ARD beispielsweise noch immer den Tagesablauf. In der Wahrnehmung der Zuschauer, so heißt es weiter, erzeugt die ARD eine Art "medialer Leitkultur".
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