Studie: Deutsche Pharmafirmen haben in Sachen Usability und Web 2.0 einiges aufzuholen

Montag, 06. Oktober 2008
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Usability Webseite Industriezweig


Im Vergleich zu anderen Industriezweigen sind auf den Webseiten der deutschen Pharmaindustrie technologische Features à la Web 2.0 nur äußerst selten anzutreffen. Auch bei der Usability sind oft Abstriche zu machen. Dagegen können die Corporate Sites mit  zielgruppenrelevanten und gut aufbereiteten Informationen, Services und Dialogmöglichkeiten sowie beim Branding punkten. Das ist das Ergebnis einer Studie, die Ogilvy Healthworld Digital durchgeführt hat. Hierbei wurde untersucht, wie die deutschen Pharmaunternehmen mit ihren Websites die Informations- und Servicebedürfnisse der unterschiedlichen Zielgruppen bedienen, wie die Unternehmensauftritte das Markenimage transportieren, auf welchem technischen Stand sich die Angebote befinden und wie gut sie zu bedienen sind. Für die Studie, die im Juli dieses Jahres durchgeführt wurde, hat die Agentur die Corporate Websites von 17 pharmazeutischen Firmen unter die Lupe genommen.

 In der Dimension Kontaktmöglichkeit erreichen die Firmen mit durchschnittlich 75 Prozent die höchste Wertung. Beim Großteil der Websites ist diese nach Zielgruppe und Fragestellung differenziert. Mit durchschnittlich 71 Prozent der maximal erreichbaren Punktzahl überzeugen viele Seiten mit ihren Inhalten für die Zielgruppen Patienten, Ärzte/Apotheker, Presse, Bewerber und Investoren. Auch das Branding funktioniert im Netz: Die Pharmahäuser schaffen es mehrheitlich sehr gut, ihre Marke zu kommunizieren. Mit durchschnittlich 68 Prozent der erreichbaren Punkte liegt diese Dimension zusammen mit Kontaktmöglichkeiten und Content im oberen Bereich der Wertung. Konsistente Verwendung von Unternehmensfarben und Logos sind mit 89 bzw. 100 Prozent durchgängig vorhanden, ein spezifischer Claim wird immerhin von 30 Prozent der Unternehmen verwendet.

Mängel weisen die Websites hingegen bei der Usability auf - insbesondere in Form von unübersichtlichen Navigationsstrukturen und mangelhafter Konformität. Verbesserungsbedarf gibt es vor allem bei Web 2.0-Technologien wie beispielsweise RSS-Streaming-Angebote. Hier konnten nur durchschnittlich 18 Prozent der maximalen Punktzahl erreicht werden. jm
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