Studie: Deutsche Mobilfunkunternehmen müssen Vermarktungsstrategie neu ausrichten

Freitag, 01. Juni 2001

Mobilfunkanbieter in Deutschland und Europa müssen ihre Werbe- und Vermarktungsstrategie überdenken. Im Branchenreport "Technology Forecast 2001 - 2003" macht das Beratungsunternehmen Pricewaterhouse Coopers die mangelnde Produkt- und Vermarktungsstrategie der Unternehmen dafür verantwortlich, dass der Mobilfunkstandard WAP in Deutschland und im übrigen Europa noch ein Schattendasein fristet.

Nach Ansicht der Berater müssen sich Marketingstrategien mehr am konkreten Nutzen und den Bedürfnissen der Kunden orientieren als an technischen Details. Bislang gehe die techniklastige Werbung der Mobilfunkbetreiber mit Kürzeln wie WAP und GPRS an den Bedürfnissen der Verbraucher vorbei. Als Vorbild wird etwa Japan genannt, wo mittlerweile über 22 Millionen Verbraucher oder 60 Prozent der japanischen Mobilfunkkunden den im Februar 1999 eingeführten I-Mode-Dienst von NTT Docomo nutzen. Der Vergleich: In Europa greifen derzeit nur rund zwei Prozent dieser Kunden auf WAP-Dienste zu.

Auch der Erfolg von zukünftigen UMTS-Diensten werde stark von Aufbau und Vermarktung des Serviceangebots abhängen. "Die Mobilfunkanbieter müssen schon heute die Kunden begeistern und Interesse für die Angebote wecken, die später mit UMTS noch besser funktionieren werden", rät Manfred Briede, Partner für Mobile Business bei Pricewaterhouse Coopers.
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