Studie: Dax-Unternehmen mit Alibi-Auftritten bei Twitter

Donnerstag, 01. Oktober 2009
Lediglich drei Konzerne haben einen aktiven, regelmäßig gepflegten Corporate-Auftritt
Lediglich drei Konzerne haben einen aktiven, regelmäßig gepflegten Corporate-Auftritt

Die Dax-Unternehmen zeigen weiterhin kein großes Interesse an Twitter. Die Mehrzahl habe nur dürftige Alibi-Accounts, die nicht für die Kommunikation mit der Öffentlichkeit tauge. Lediglich drei Konzerne verfügen über einen aktiven, regelmäßig gepflegten Corporate-Auftritt bei Twitter. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung der Münchner Agentur PR-COM. Von den 30 Dax-Unternehmen verfügen laut Studienergebnis derzeit lediglich 16 über deutschsprachige Twitter-Accounts. Beiersdorf, Bayer, Commerzbank, Deutsche Börse, Deutsche Post, K+S und Münchner Rück sind bei Twitter nicht mit offiziellen Corporate-Accounts vertreten, so die eigenen Angaben der Unternehmen. Adidas, BASF, BMW, EON, ThyssenKrupp und VW twittern auch für das deutsche Publikum nur auf Englisch.

Über einen Twitter-Account zu verfügen, bedeute jedoch nicht zwangsläufig, bei Twitter aktiv zu sein, so PR-COM-Geschäftsführer Alain Blaes. Von den Konzernen, die über deutsche Accounts verfügen, haben vier weniger als 50 Tweets verfasst, obwohl ihre Twitter-Accounts schon seit mehr als sechs Monaten bestehen. Nur fünf Unternehmen kommen auf mehr als 200 Tweets: Allianz, Daimler, Deutsche Lufthansa, Deutsche Telekom und Henkel.

Einige Unternehmen, so Infineon, Merck und Fresenius, verfügen über Accounts, sind aber nicht aktiv. Sie haben sich ihre Accounts offenbar nur vorsorglich gesichert. Einen aktiven, regelmäßig gepflegten Corporate-Auftritt bei Twitter können lediglich drei Konzerne vorweisen: Telekom, Lufthansa und Henkel, wobei sich die Lufthansa meist auf den Ticketverkauf beschränkt. ork
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