Studie: Breitband-Zugänge weiter auf Wachstumskurs

Freitag, 25. Juli 2003

Der schnelle Breitbandzugang setzt sich mehr und mehr durch und wird bis 2007 auch in privaten Haushalten eine immer größere Rolle spielen. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie "Breitband-Access 2007" des Schweizer Marktforschungsinstituts Prognos. Demnach erreicht der Markt für Breitbandzugänge nach Power-Usern und "Downloadern" nun in einer zweiten Phase auch den privaten Standard-User und wird weiter wachsen, wenn auch langsamer als in den vergangenen Jahren. In Deutschland gab es Ende 2002 mehr als 3,2 Millionen Breitband-Haushalte, was einer Rate von 8,5 Prozent entspricht, wobei das Kosten-/Nutzen-Verhältnis mit einem Kostenniveau von etwa 50 Euro monatlich entscheidende Wirkung auf die Entwicklung hat. Bis Ende 2007 soll dieser Wert auf etwa 27 Prozent und damit 10 Millionen Haushalte anwachsen.

Das Verhältnis zwischen Breitband-Usern und sonstigen Nutzern mit Netzzugang wird sich bis 2007 ebenfalls deutlich verschieben: Nach Ansicht der Forscher werden zu diesem Zeitpunkt zwischen 40 und 60 Prozent der Surfer in Deutschland, Österreich und der Schweiz die Breitband-Technik verwenden. Der Erfolg des Produkts hängt von mehreren Faktoren ab. Produkt- und Preisdifferenzierung, ein breites Angebot an Free-Content sowie zielgruppenspezifisches Paid-Content-Angebot gehören zu den primären Erfolgsfaktoren. Von den zwei im Markt üblichen Technikalternativen ADSL und Kabel-Internet hat sich Ende 2002 in Deutschland mit einem Marktanteil von 98 Prozent der Breitbandzugänge ADSL durchgesetzt. Die Telekom als First Mover mit flächendeckendem Angebot konnte sich klar vor den Kabelbetreibern positionieren. kj
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