Studie: Breitband-Internet ab 2005 für alle

Montag, 07. August 2000

Jeder vierte deutsche Haushalt wird bis 2005 mit Breitband-Technik Zugang zum Internet haben. Das ist das Ergebnis einer Studie des Marktforschungsunternehmens Forrester Research. Breitband-Zugänge per ADSL oder Satellit sind um ein Mehrfaches schneller als herkömmliche Analog- oder ISDN-Leitungen. Das wachsende Angebot und sinkende Preise würden die Breitband-Quote in Europa von jetzt 0,2 auf 18 Prozent in fünf Jahren anheben. Damit wären 27 Millionen Haushalte mit dem Hochgeschwindigkeits-Zugang ausgerüstet. Die Analysten von Forrester Research erwarten, dass die Grundgebühr für den Breitband-Zugang ins Internet bis Ende 2002 in zehn von 17 Ländern unter 30 Euro (rund 60 Mark) pro Monat sinken wird. Hintergrund seien das wachsende Bedürfnis der User nach aufwendigen Internet-Inhalten wie "Video-on-Demand" sowie zunehmende Konkurrenz unter den Anbietern. Kleinere Kabelfirmen und Breitband-Anbieter hätten der Studie zufolge gegen die großen Telekommunikationsriesen keine Chance, da gewaltige Investitionen notwendig seien. Für die Studie wurden die Vertreter von 59 führenden Internet-Unternehmen aus 17 Ländern befragt. Skandinavien ist an vorderster Stelle der Entwicklung. Bis zu 40 Prozent der Haushalte im Norden Europas werden 2005 über einen Breitband-Zugang zum Internet verfügen. Auf Platz 2 und 3 folgen in Europa die Niederlande mit voraussichtlich 28 Prozent sowie Deutschland mit etwa 25 Prozent der Haushalte.
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