Studie: Bing ist noch keine Konkurrenz für Google

Donnerstag, 19. November 2009
Internetnutzer kritisieren die Qualität der Suchergebnisse
Internetnutzer kritisieren die Qualität der Suchergebnisse
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Bei den deutschen Internetnutzern hat es offenbar noch nicht "Bing" gemacht. Die vor rund sechs Monaten gestartete Suchmaschine des Google-Rivalen Microsoft stößt auf deutliche Kritik. Dies hat eine Studie der Agentur Liquid Campaign im Auftrag der Performance-Marketing-Agentur E-Professional ergeben. Hierfür wurden im September mehr als 3000 Beiträge auf rund 1000 Social-Media-Quellen untersucht - angefangen bei Basicthinking.de bis hin zu Twitter. Wie die Auswertung zeigt, sind die User der Meinung, dass die Qualität der Suchergebnisse von Bing noch verbesserungswürdig ist. Ein Hauptkritikpunkt ist die geringere Auswahl an Suchergebnissen. Die Treffer seien zwar nahezu spamfrei, aber suche man etwa nach aktuellen politischen Themen, seien kaum News zu finden.

Ein weiteres zentrales Thema ist die Zensur von Suchergebnissen
beziehungsweise das Sperren von Suchanfragen. "Diese als Prüderie-Filter bezeichnete Zensur ist in der Wahrnehmung der deutschen Benutzer einer der größten Schwachpunkte von Bing", heißt es in dem Untersuchungsbericht. Dabei spiele es keine Rolle, dass sich dieser Filter leicht über die Ländereinstellungen deaktivieren lässt.

Trotz aller Kritik wird in den Äußerungen deutlich, dass sich insbesondere die Google-Kritiker eine alternative Suchmaschine wünschen. Lob erhält Bing für sein Design. Und auch die Bild- und Video-Suche wird besser bewertet als die des Wettbewerbers Google. bn
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