Studie: Bedürfnis nach persönlicher Beratung ist auch bei Online-Bankern vorhanden

Freitag, 23. November 2001

Für Online-Kunden von Finanzdienstleistern steht die Benutzerfreundlichkeit ihres Bank-Portals an erster Stelle. Aber auch den Wunsch nach ausführlicher Beratung äußern die meisten. 55 Prozent der deutschen Bankkunden würden sogar ein interaktives Lernprogramm für das Internet-Banking begrüßen.

Dies ist das Ergebnis der Studie "E-Banking After the Goldrush - Erwartungen aus Privatkundensicht", für die das Marktforschungsinstitut NFO Infratest im Auftrag des Beratungsunternehmens Context Management Consulting rund 700 Bankkunden ab 16 Jahren befragte. Sie stellen ihren Finanzdienstleistern grundsätzlich ein gutes Zeugnis aus, wenn es um den Umfang des Angebots und Informationsmaterialien im Web geht. Allerdings geben die meisten Befragten an, dass sie nur Angebote wahrnehmen, die zu ihrem Nutzerprofil passen. Demnach würden 70 Prozent der Befragten eine personalisierte Web-Seite, auf der sie sich ihre Informationen selbst zusammenstellen können, bevorzugen.

Mit zunehmendem Einkommen nimmt der Anteil der Online-Banker deutlich zu. So besitzen 17 Prozent der Personen mit einem Haushaltsnettoeinkommen von über 5000 Mark ein Online-Konto. Zwei Drittel von ihnen können sich vorstellen, fast alle ihre Bankgeschäfte über eine personalisierte Bank-Webseite abzuwickeln. Einzige Ausnahmen: Kredite und Vermögensberatung. In diesen Punkten möchten die Kunden auch künftig den persönlichen Kontakt zu einer Bankfiliale aufrechterhalten.
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