Studie: Asien und Europa überholen USA im Internet

Montag, 20. August 2001
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Im Jahr 2005 wird das Internet knapp eine Milliarde Menschen miteinander verbinden. Diese Voraussage treffen die Marktforscher von Merril Lynch und IDC auf Basis einer aktuellen Studie. Danach wird die USA, die mit 130 Millionen Internet-Nutzern zurzeit rund ein Drittel der weltweit knapp 400 Millionen Menschen zählenden Internetgemeinde stellt, in Zukunft von Europa und Asien überholt werden.

Während in Westeuropa nur etwa 30 Prozent der Bevölkerung ans Internet angeschlossen sind und in Asien sogar nur 2 Prozent der Einwohner über einen Anschluss verfügen, hat in den USA bereits jeder Zweite einen Zugang zum Worlde Wide Web. Nach Einschätzung der Marktforscher soll sich in Asien bis zum Jahr 2005 die Zahl der Internetnutzer auf 8 Prozent vervierfachen.

Eine besonders hohe Marktdurchdringung wird für Japan vorausgesagt. Dort sollen im Jahr 2005 rund 83 Prozent der Bevölkerung über einen Zugang zum Internet verfügen. Motor dieser Entwicklung ist unter anderem die starke Ausbreitung von mobilen Internetzugängen. Seit dem Start des mobilen Internetzugangs I-Mode Anfang 1999 sind bereits über 26 Millionen Japaner über den Markführer NTT Docomo ans World Wide Web angeschlossen. Weitere 10 Millionen Japaner besitzen einen mobilen Anschluss über einen der beiden größten Docomo-Konkurrenten EZ-Web und J-Sky.

Nach Schätzungen von Merril Lynch wird die Zahl der internetfähigen mobilen Endgeräte weltweit von 370 Millionen Ende 2000 auf 1,28 Milliarden im Jahr 2005 anwachsen. Der Anteil von Internetzugängen über den PC soll entsprechend sinken. Heute sind rund 65 Prozent der Nutzer über einen PC online. Im Jahr 2005 soll dieser Anteil zugunsten der mobilen Endgeräte auf unter 50 Prozent sinken.
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