Studie: ARD und ZDF haben den höchsten Informationsanteil

Mittwoch, 15. Mai 2013
Das Kölner IFEM-Institut hat die Programmstrukturen der großen Sender untersucht
Das Kölner IFEM-Institut hat die Programmstrukturen der großen Sender untersucht


Informationssendungen sind nach wie vor eine Domäne der öffentlich-rechtlichen Fernsehsender. Bei den Privatsendern spielen informierende Formate dagegen eine untergeordnete Rolle. Bei RTL, Sat 1 & Co nehmen Unterhaltungssendungen den größten Anteil an der Sendezeit ein. Das geht aus der "Programmanalyse 2012" hervor, für die das Instituts IFEM im Auftrag von "Media Perspektiven" die Programmstrukturen der fünf großen Sender Das Erste, ZDF, RTL, Sat 1 und Pro Sieben untersucht hat. Das Kölner Institut ermittelte für die Hauptprogramme von ARD und ZDF Informationsanteile von 42 beziehungsweise 43 Prozent. RTL kommt auf immerhin 22 Prozent, Sat 1 auf 15 Prozent und Pro Sieben auf 12 Prozent. Erfasst wurden Sendungen wie Nachrichten, Magazine, Reportagen, Dokumentationen und Gesprächssendungen.

Bei RTL und Sat 1 nahmen Unterhaltungssendungen den größten Anteil an der Programmfläche ein: Bei RTL entfiel gut ein Drittel (32 Prozent) der Sendezeit auf Unterhaltungsformate, bei Sat 1 waren es 31 Prozent. Den größten Anteil hatten dabei Reality-Formate. Bei ARD und ZDF lag der Unterhaltungsanteil bei 6 beziehungsweise 9 Prozent.

Den höchsten Anteil fiktionaler Programme hat, wenig überraschend, Pro Sieben: Der Entertainmentsender füllt die Hälfte seiner Programmfläche (51 Prozent) mit fiktionalen Sendungen. Bei ARD und ZDF liegt der Anteil bei jeweils einem Drittel: Das Erste kommt auf 34 Prozent, das Zweite auf 31 Prozent. Sportsendungen und -übertragungen nahmen im Olympia- und EM-Jahr 2012 beim Ersten 8 Prozent der Sendezeit ein, beim ZDF waren es 7 Prozent. Bei den großen pivaten Programmen machte Sport dagegen nur einen geringen Teil der Sendezeit aus. Die gesamten Ergebnisse der Programmanalyse 2012 werden in Ausgabe 4/2012 von "Media Perspektiven" veröffentlicht. dh
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