Strukturreform des DFB nimmt Konturen an

Freitag, 14. April 2000

Im Zusammenhang der geplanten Strukturreform des Deutschen Fussball-Bundes (DFB) wurde bei einem Treffen zwischen Ligaausschuss und den Lizenz-Vereinen in Frankfurt/Main mit großer Mehrheit der ausgearbeitete Vertrag zwischen der Liga und dem DFB gebilligt. Der Vertrag soll die wechselseitigen Rechte und Verpflichtungen bei der Gründung eines eigenen Liga-Verbandes innerhalb des DFB festlegen. "Es gibt lediglich noch einen offenen Korridor von 4 bis 5 Millionen Mark zwischen Liga und DFB", sagte Gerhard Mayer-Vorfelder, Präsident des Ligaausschusses. Der Verhandlungsausschuss wurde beauftragt, dafür noch eine Lösung zu finden. Im Kern vorgesehen ist die Gründung eines eigenen Liga-Verbandes für den professionellen Fußball, der künftig für den Spielbetrieb der beiden Bundesligen, die Lizenzierung und die Vermarktung zuständig sein soll. Die Lizenz-Vereine erhalten damit rechtliche Selbstständigkeit. Entscheidend ist, dass die Einheit des deutschen Fußballs bestehen bleibt, denn über alle nationalen und internationalen Angelegenheiten wird gemeinsam entschieden, teilte der DFB mit. Ein eventuell notwendiger Stichentscheid liege jedoch beim DFB-Präsidenten. Beim DFB bleiben die Nationalmannschaften, der DFB-Pokal, das Schiedsrichterwesen, die Rechtsprechung, die Talentförderung und alle weiteren Bereiche, die bisher auf ehren- und hauptamtlicher Ebene abgedeckt wurden. Weiterhin wurde bekannt gegeben, dass nicht vor Mitte Mai über die Vergabe der Bundesliga-Rechte für die Jahre 2000 bis 2003 entschieden werde.
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