Strukturanalyse: Rhein-Main punktet als Medienstandort

Montag, 10. Dezember 2007
Sieht positives Signal: Franz Ringhoffer
Sieht positives Signal: Franz Ringhoffer

Der Blick in die Zukunft des Medienstandortes Rhein-Main fällt positiv aus. So lautet ein zentrales Ergebnis einer von der Wirtschaftsförderung der Stadt Mainz initiierten Strukturanalyse. 71 Prozent der befragten Unternehmen erwarten ein Umsatzwachstum für die gesamte Medienindustrie, 24 Prozent prognostizieren stagnierende Zahlen, nur fünf Prozent gehen von rückgängigen Erlösen bis 2010 aus. Ebenfalls optimistisch sind die Erwartungen an die Beschäftigungsentwicklung. So gehen 59,3 Prozent von einem Einstellungswachstum aus, nur 9,6 Prozent sehen die Beschäftigtenzahlen sinken. Laut der Analyse handelt es sich bei den meisten Medienunternehmen im Rhein-Main-Gebiet um Kleinunternehmen. Mehr als die Hälfte erzielen einen Umsatz zwischen 50.000 und 500.000 Euro. Weitere 13,6 Prozent bleiben unter der Millionengrenze, nur neun Prozent der befragten Unternehmen verzeichnen Umsätze von über Fünf Millionen Euro.

Für die Erhebung wurde in Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Medien der Fachhochschule Wiesbaden eine Stichprobe von 12.211 aus einer Grundgesamtheit von 65.800 eingetragenen Medienunternehmen in den Bereichen Print, Audivisuelle Medien, Information und Kommunikationstechnick und Werbung gezogen. Für die Qualität des Rhein-Main-Gebiets als Medienstandort spielt die kommunikationstechnische Infrastruktur die größte Rolle. Darüber hinaus sind den Firmen das Angebot an Gewerbeflächen und die Verfügbarkeit über qualifizerte Arbeitskräfte wichtig. "Offenbar fühlen sich die im Rhein-Main-Gebiet ansässigen Medienunternehmen in ihrer Region gut aufgehoben", beteuert der Mainzer Wirtschaftsdezernent Franz Ringhoffer.

Die Stadt Mainz wurde im Jahr 2001 auf Beschluss der Regionalkonferenz Rhein-Main mit dem Aufbau eines Medienkompetenznetzes (MKN) betraut, in das sich mittlerweile über 2000 Firmen eingetragen haben. jf
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